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| Spannungen und Abspaltungen |
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Gründung der Saxonia Im SS 1881 Kamen Spannungen zwischen Norddeutschen und Süddeutschen Aktiven auf, welche sich soweit zuspitzten, daß 9 Aktive den Antrag stellten einen dritten Kartellverein in München zu gründen um eine friedliche Trennung zu ermöglichen, doch die Vertreter der Kartellvereine waren in eigehenden Erörterungen der Ansicht, daß sich die Gegesätze während der langen Sommerferien beheben würden. Dies taten sie jedoch nicht. So kam es im WS 1818 erneut zu Spannungen, worauf 4 Füchse dimittiert wurden. Als es im WS 1882 zu 14 Austritten, 11 Dimissionen, 2 Exklusionen kam, erreichten die Spannungen im SS 1883 ihren Höhepunkt als am 13. Juli 12 Mitgleider dimittiert wurden und 11 Aktive austraten. 21 von diesen 23 gründeten am folgenden Tage, am 14. Juli 1883 die K.St.V. Saxonia, der auf der 16. GV in Berlin am 31. Juli als außerordentlicher Verein aufgenommen wurde. Rekonstituierung der Erwinia Die folgenden Semester verliefen ruhig und waren von inniger Freundschaft gezeichnet. Die K.St.V. Ottonia hatte sehr viele Studierende gewinnen können und so wollte man den Versuch machen, mit dessen die Erwinia wieder zu rekonstituieren. 7 Burschen und 4 Füchse traten von der Ottonia zur Erwinia über. Neue Spannungen – Gründung der Rheno-Bavaria Eine nicht ganz einwandfreie Bemerkung eines Burschen gegenüber eines Fuchsen war der Auslöser, daß letztenendes der Verein in zwei Parteien zerfiel und 22 Burschen durch Dimission ausschieden und am 23. Mai 1903 die Rheno-Bavaria gründeten. Nach mündlichen Berichten lagen die Gründe tiefer: bei der großen Aktivenzahl (~80 Aktive) kamen sich die Vereinbrüder persönlich nicht mehr so nahe und so kam es zu Gruppenbildungen, ohne daß solche beabsichtigt gewesen wären. Bis zum SS 1906 erholte sich die Aktivitas soweit, daß aus oben genannten sozialen Begebenheiten über eine weitere Teilung gesprochen wurde. Nach der Vorlage des, von der Aktivitas in merhren Konventen durchdachten, Vorschlags an den Philistervorstand stellte sich heraus, daß auch die Philister dem nicht im Wege stehen sollten. Doch auf dem Aktivenkonvent am 11. Juni wurde die erforderliche Mehrheit nicht erreicht, der Antrag also fallengelassen. Die Sache hatte keine weiteren Nachspiele mehr. Im SS 1914 kam es inmitten des politischen Gewitters erneut zu Spannungen innerhalb der Aktivitas, der mit dem Ausscheiden zweier geschätzter Burschen begann und fast mit dem Verlust von 9 Burschen, 3 Inaktiven und 2 Füchsen. Der Grund daß von den letzten genannten Aktiven fast alle wieder zu Ottonia zurückkehrten, möchte ich mit Dr. Martin Luibles Worten ausdrücken: „Da aber kam der Krieg, der zum ersten Weltkrieg wurde und viel großes Leid über Ottonia und ihre Getreuen brachte.“ |