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Die Ottonia und die Inflation

Bereits im Dezember 1920 hatte der Kassier des Hausbauvereins, AH Prof. Wippel, angeregt, im Ottonenheim eine Mensa academica einzurichten, um dadurch manchem Aktiven den Kampf ums Dasein zu erleichtern. Die Mensa war aber nur dadurch gesichert, daß ihr von allen Seiten Wohlwollen und Unterstützung entgegengebracht wurde. Geschirr wurde günstig besorgt, die Damen sammelten Geld und halfen in der Küche, der Stadtrat spendete und verhalf zu günstigen Bezugsquellen von Lebensmitteln. So wirkte sich die Mensa sensationell auf das Leibliche Wohl der Aktivitas aus und linderte da und dort die herrschende Not. Weit höher dürften aber die ideellen Werte zu veranschlagen sein. Die Aktivitas traf sich auf diese Weise fast täglich beim gemeinsamen Mittagstisch, lernten sich dadurch gegenseitig besser kennen und wurden vertrauter miteinander.

In den folgenden Monaten hatte die Aktivitas vor allem wegen der Geldknappheit als Folge der Inflation mit erheblichen Schwierigkeiten zu kämpfen. Man mußte manchen Einschränkungen hinnehmen und viele Dispensen erteilen. Es war ruhiger geworden in der Aktivitas, die auch zahlenmäßig eingebüßt hatte.

 

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